Beatenberg in der Presse im Jahr 2013

BEATENBERG  22. DEZEMBER 2013

Schneeräumer gratis testen

Diesen Winter kann der Werkhof Beatenberg ein zusätzliches Gerät nutzen. Wegmeister Armin Meissen hat einen Wettbewerb der Firma Rapid gewonnen.
Anlässlich der grössten Schweizer Fachmesse für öffentliche Betriebe und Verwaltungen der Suisse Public in Bern hat der Wegmeister Armin Maissen aus Beatenberg den Hauptpreis des Rapid Wettbewerbs gewonnen. Nun wurden die zum kostenlosen Testen gewünschten Geräte für die Schneeräumung vor Ort abgegeben und instruiert.

Beatenberg wird parallel zu den vorhandenen Schneeräumgeräten den gewonnenen Einachsgeräteträger Rapid Euro einsetzen. Dazu wurden ein hydraulisch schwenkbarer Schneepflug sowie eine Schneefräse mitgeliefert. Je nach Schneemenge kann das passende Anbaugerät an den multifunktionellen Einachsgeräteträger angekoppelt werden. Der Wettbewerbsgewinner Armin Maissen meint dazu: «Ich freue mich in den kommenden Wochen mit dem modernen Gerät auf unserem Dorfplatz, Trottoirs, Wegen und im Ortsteil Sundlauenen bis zum Schiffsteg hinunter für gutes und sicheres Durchkommen sorgen zu dürfen. Das einfache Handling und die tolle Wendigkeit der beiden Gerätekombinationen begeistern und schaffen beste Voraussetzungen für einen effizienten Räumdienst. Jetzt hoffen wir nur noch auf reichlichen Schneefall.»

BEATENBERG16. DEZEMBER 2013

Post und Tourismusbüro unter einem Dach

Briefe und Pakete abgeben oder Briefmarken kaufen – diese Geschäfte erledigt man in Beatenberg künftig in einer Postagentur. Für diese Lösung gewann die Post den Verein Beatenberg Tourismus als Partner.

Voraussichtlich ab Frühjahr 2014 sind die Postdienstleistungen in Beatenberg in einer Postagentur («Post beim Partner») organisiert. Für die neue Lösung gewann die Post den VereinBeatenberg Tourismus als Partner. Dieser wird die Agentur im Tourismusbüro im Hälteli 400D führen. Mit der neuen Lösung kann die Bevölkerung von Beatenberg ihre Postgeschäfte weiterhin in der Nähe erledigen und profitiert von attraktiven Öffnungszeiten, wie die Post in einer Mitteilung schreibt. Im Tourismusbüro Beatenberg kann man künftig Briefe und Pakete aufgeben und abholen, Briefmarken kaufen, bargeldlose Einzahlungen erledigen (mit der Postfinance Card oder einer Maestro-Karte) und mit der Postfinance Card Geld beziehen. Zudem können Postgeschäfte mit den Dienstleistungen von Beatenberg Tourismus kombiniert werden.

Die Lebens- und Kundengewohnheiten ändern sich. SMS, E-Mail und Internetbanking verdrängen herkömmliche Postdienstleistungen. Mit Folgen: Immer weniger Briefe, Pakete und Einzahlungen gehen über den klassischen Postschalter – auch in Beatenberg. Die Poststelle ist derzeit täglich sechseinviertel Stunden geöffnet (Samstag: zweieinhalb Stunden). Sie weist seit Jahren eine rückläufige und tiefe Anzahl Postgeschäfte auf. Aufgrund dieser Entwicklung müssten die Öffnungszeiten deutlich reduziert werden – aus Sicht der Post keine kundenfreundliche Lösung. Deshalb rückte eine Postagentur als bewährte, kundennahe Alternative in den Vordergrund.

Gemeinderat bedauert Poststellenschliessung

Seit März 2013 ist die Post mit einer Delegation der Gemeinde Beatenberg im Gespräch über die Postversorgung in Beatenberg. Ziel war es, Alternativlösungen zu prüfen und das weitere Vorgehen im Einvernehmen mit allen Beteiligten zu klären. Der Gemeinderat bedauert zwar die Schliessung der heutigen Poststelle bei der Kirche 192A, unterstützt aber die Eröffnung der Postagentur als zukunftsgerichtete Lösung. Dank dieser kann die Bevölkerung Postdienstleistungen neu im Dorfzentrum tätigen und profitiert von attraktiven Öffnungszeiten.

Als Pluspunkt wird das Tourismusbüro mit einem zusätzlichen Standbein gestärkt und Touristen können Tourismus- und Postdienstleistungen bequem unter einem Dach beziehen. Mit der Agenturlösung will die Post auch in Zukunft einen Service in hoher Qualität bieten, wie es in der Mitteilung heisst. Über die Einzelheiten wird die Bevölkerung mit einem weiteren Flugblatt rechtzeitig informiert.

BEATENBERG     14. DEZEMBER 2013

«Unser Selbstfinanzierungsgrad ist mehr als schlecht»

Beatenbergs Gemeindekasse ist am Austrocknen. Trotzdem gab sich die Gemeindeversammlung einen Ruck und investiert bald in eine Flurstrasse, die ihr gar nicht gehört.
Beatenbergs Schuldenlast wächst: Investitionen müssen in Zukunft gut überlegt sein.

«Es sieht auch bei uns nicht mehr so gut aus, wie in den vorherigen Jahren», sagte Beatenbergs Finanzvorsteher Arnold Schmocker vor der Präsentation des Voranschlags 2014. «Auf einmal ist ein ziemlich grosser Fehlbetrag vorhanden.» Dieser beträgt für die Gemeinde Beatenberg fürs kommende Jahr 205’150 Franken. Trotzdem erhöht der Gemeinderat die Steueranlage nicht. «Unser Selbstfinanzierungsgrad ist mehr als schlecht. Es wird immer schwieriger zu entscheiden, welche Projekte umgesetzt werden können und wo noch gespart werden sollte», so Schmocker. So könnten geplante Investitionen im kommenden Jahr nur noch zu 17 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden. Der Rest muss laut Schmocker fremdfinanziert werden, was einem Schuldenanstieg gleichkommt. Für 2015 werden für Beatenberg rund 8 Millionen Franken Schulden prognostiziert. Beatenbergs Voranschlag 2014 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 205’150 Franken ab. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Schlechterstellung von rund 150’000 Franken. Für 2014 weist die Gemeinde ein Eigenkapital von rund 825’000 Franken auf. Alle 78 anwesenden Votanten stimmten dem Voranschlag zu

Zündstoffreiche Flurstrasse

Für weiteren Gesprächsstoff sorgte Traktandum vier, die Kreditgenehmigung zur Sanierung des Güterweges Rotmoos-Büelbach, die der Flurgenossenschaft Beatenberg gehört und gegenwärtig in sehr schlechtem Zustand ist. Die Instandstellung kostet gemäss Offerte 265’000 Franken. Die Flurgenossenschaft ersucht die Gemeinde Habkern, Beatenberg und das kantonale Amt für Landwirtschaft und Natur (Lanat) um Beiträge. Die Gemeinde Habkern sprach 10’000 Franken zu, das Lanat 89’000 Franken. Der Beatenberger Gemeinderat ersuchte die Gemeindeversammlung, einen Kredit über 130’000 Franken zu genehmigen. «Zu viel», meinten einige Anwesende. «Warum sollen wir für eine Strasse bezahlen, die uns nicht einmal gehört?» Man rechnete dem Gemeinderat vor, dass so gerade mal um die 13 Prozent der Kosten bei den Grundeigentümern hängen bleiben. Gemeindepräsident Christian Grossniklaus registrierte ein Dilemma: «Wir alle brauchen diese Strasse, aber dafür bezahlen wollen wir nicht? Die Gemeinde ist finanziell nicht in der Lage, sie zu erwerben; dann müssten wir noch viel mehr für ihren Unterhalt hinblättern.» Diese Argumentation schien zu überzeugen. Mit 41 Ja- zu 20 Nein-Stimmen wurde dem Kredit zugestimmt. 100’000 Franken werden als Investition der Spezialfinanzierung Wasserversorgung belastet, der Gemeindebeitrag von 30’000 Franken wird der laufenden Rechnung im Steuerhaushalt belastet.
Finanzvorsteher Arnold Schmocker prognostiziert seiner Gemeinde einen grossen Schuldenberg: im Jahr 2015 sollen es rund 8,5 Millionen Franken sein.

Umstrittenes Feuerwehrreglement

Im Zuge der Gemeindereorganisation untersteht der Feuerwehrkommandant neu direkt dem Ressortchef «Sicherheit»; der Gemeinderat übt somit die Aufsicht über die Feuerwehr aus. Die Feuerwehrersatzabgabe wurde um 50 Franken auf 450 Franken heraufgesetzt. Des Weiteren sollte die Dienstpflicht um zwei Jahre auf das 52. Altersjahr erhöht werden. «Wir haben das Diensthöchstalter im Gemeinderat lange diskutiert und kamen zum Schluss, dass es immer schwieriger wird, genügend Feuerwehrleute zu haben», so Gemeindepräsident Christian Grossniklaus. Hier spalteten sich die Gemüter der Beatenberger Gemeindeversammlung: Das Dienstpflicht-Höchstalter, welches in direktem Zusammenhang mit der Feuerwehrersatzabgabe steht, wurde eingehend diskutiert. Willy Stettler stellte der Gemeindeversammlung den Antrag, das Dienst-Höchstalter bei 50 Jahren zu belassen. Dieser wurde mit 31 zu 18 Stimmen angenommen. Jungfrauzeitung vom 14. Dez. 2013

BEATENBERG    5. DEZEMBER 2013

Mit dem Postauto gratis nach Interlaken

Mit einer Kurtaxenerhöhung von 30 Rappen will Beatenberg Tourismus seinen Gästen die kostenlose Bus-Benützung anbieten. Mittelfristig sollen auch die Touristen aus Interlaken gratis nach Beatenberg fahren.
Beatenberg Tourismus zahlt für das Zusatzangebot 67’000 Franken pro Jahr an Postauto.

Heute zahlen die Gäste in Beatenberg 2.50 Franken Kurtaxe pro Logiernacht. Das ist der höchste Betrag unter den Gemeinden der Tourismusorganisation Interlaken (TOI). Nach dem Vorstand von Beatenberg Tourismus soll die Kurtaxe jetzt noch weiter erhöht werden auf 2.80 Franken. Bei der Pauschaltaxe ist es ein Aufschlag von 250 auf 275 Franken. Zwar muss die Erhöhung noch durch den Gemeinderat beschlossen werden, das dürfte aber Formsache sein.
Bernhard Tschopp, Co-Präsident Beatenberg Tourismus.

 Beschränkung sorgt für Verwirrung

Für die Gäste in Beatenberg ist der Aufschlag aber nicht einfach nur eine Steuererhöhung, sondern sie erhalten einen greifbaren Gegenwert. Beatenberg will mit dem Zuschlag seinen Touristen die Gratis-Benützung der Busse nach Interlaken und in die Beatenbucht finanzieren. Bereits seit letztem Jahr können Feriengäste die Busse gratis bis Beatenberg-Waldegg nutzen. Laut Bernhard Tschopp, Co-Präsident von Beatenberg Tourismus, habe diese Regelung in der Vergangenheit für Verwirrung gesorgt: «Für die Touristen war es unverständlich, dass sie ab einer bestimmten Haltestelle ein Billett brauchten.» In den letzten Monaten haben die Beatenberger Touristiker deshalb alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit das Angebot bis nach Interlaken ausgedehnt werden kann. In den Verhandlungen mit den Busbetrieben haben die Beatenberger ein gutes Ergebnis erzielt. Für jährlich 67’000 Franken können die Touristen mit der Gästekarte die Postautolinie von Interlaken West nach Beatenberg und die STI-Linie 21 bis Beatenbucht gratis benützen.

TOI ziert sich
Wenn alles nach Plan läuft, tritt das Angebot am 1. Juli 2014 in Kraft. Mit der Gratis-ÖV-Benützung für die einheimischen Gäste stärkt Beatenberg Tourismus zwar sein Angebot, doch das Fernziel geht weiter. Mittelfristig sollen nämlich auch die Touristen in Interlaken gratis nach Beatenberg fahren können. Die Idee dahinter: Wenn auf dem Bödeli Nebel liegt, können die Gäste gratis nach Beatenberg und dort die Sonne geniessen und das Dorf beleben. Bei den Vorbereitungen für das neue Angebot gelangte Beatenberg Tourismus deshalb auch an die TOI, erhielt dort aber einen negativen Bescheid. «Die TOI begrüsst zwar unsere Idee, doch sie wollen, dass wir das Projekt zuerst selber testen», erklärte Geschäftsführer Thomas Tschopp den Vereinsmitgliedern an der ausserordentlichen Hauptversammlung. Für die TOI sei es momentan schlichtweg noch zu teuer, beschied man Thomas Tschopp. TOI-Geschäftsführer Stefan Otz habe aber durchwegs Interesse signalisiert. «Wir werden dranbleiben, damit die Gäste aus Interlaken bald auch gratis nach Beatenberg kommen», verspracht der Geschäftsführer von Beatenberg Tourismus.

Sparen liegt nicht drin
Doch genau diese fehlende Gegenseitigkeit sorgte unter den Mitgliedern auch für Kritik. Ein Votant bemängelte, dass es Beatenberg schade, wenn man die Touristen nach Interlaken schickt, wo sie dann ihr Geld ausgeben. Thomas Tschopp entgegnete, dass das Einkaufsangebot in Beatenberg ja doch sehr bescheiden sei. «Wir punkten sicher nicht mit Dutzenden Läden und Restaurants. Bei uns können sich die Gäste vom Rummel in Interlaken erholen.» Er gab auch zu bedenken, dass zu viel Druck auf die TOI kontraproduktiv sei. Beatenberg Tourismus müsse die Vorzüge des Angebots hervorheben. Im Grossen und Ganzen zeigten sich die Leistungsträger aber positiv gegenüber dem Gratis-ÖV. Ein Mitglied regte allerdings noch an, die Finanzierung zu überprüfen. Bei Mehrausgaben sei es schliesslich auch immer möglich, an einem anderen Ort zu sparen, als die Einnahmen zu erhöhen. Für Thomas Tschopp ist das kein gangbarer Weg: «Wir sind schon jetzt eher knapp bei Kasse. Mit dem Verzicht auf die Neubesetzung einer Stelle haben wir in diesem Jahr auch schon eine Sparmassnahme ergriffen.»

Trotzdem präsentiert sich der Beatenberger Tourismus in einer einigermassen guten Verfassung. Die traditionell starke Parahotellerie mit Ferienwohnungen und Campingplätzen legte im ersten Halbjahr in Beatenberg um 5,3 Prozent zu. Die Anzahl Logiernächte in den Hotels musste bis im Oktober ein Minus von 4,2 Prozent hinnehmen. Laut Thomas Tschopp ist der Rückgang primär auf das geschlossene Budget-Hotel zurückzuführen. Ab Juli soll die kostenlose Bus-Benützung mithelfen, eine positive Entwicklung herbeizuführen.

BEATENBERG  28. NOVEMBER 2013

Kamin ist Ursache für Hausbrand

Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen zum Brand eines Wohnhauses von vergangenem Freitag auf dem Beatenberg abgeschlossen. Demnach ist der Brand auf den Kamin zurückzuführen.

Die Spezialisten des Dezernats Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern haben die Ermittlungen zum Brand auf dem Beatenberg vom Freitag, 22. November , abgeschlossen. Wie die Untersuchungen ergaben, war das Feuer vom Kamin ausgegangen. Aufgrund des grossen Zerstörungsgrades konnte der genaue Brandherd jedoch nicht mehr lokalisiert werden. So bleibt offen, ob das Feuer von einer undichten Stelle im gemauerten Kamin oder allenfalls vom Anschlussrohr auf die weitere Einrichtung übergriff. Das Wohnhaus wurde durch den Brand komplett zerstört. Der Sachschaden beträgt gesamthaft mehrere Hunderttausend Franken.

Rund 60 Angehörige der Feuerwehren Beatenberg und Bödeli standen im Rahmen der Löscharbeiten im Einsatz. Zwei Personen, welche sich im Haus befunden hatten und dieses rechtzeitig verlassen konnten, wurden von einem Ambulanzteam zur Kontrolle ins Spital gebracht.

BEATENBERG  24. NOVEMBER 2013

Wenn heiraten sich auf Braten reimt

Ein Pfarrer auf Freiersfüssen, ein schwules Pärchen, eine patente Frau Mosimann (oder Amselmann?) und ein Polizist, der sich partout nicht auf Nahkampf versteht – das sind genau die richtigen Zutaten für das neueste Theaterstück des Turnvereins Beatenberg. Am kommenden Wochenende gibt es noch einmal die Gelegenheit zum Besuch.
Viel Aufregung um einen pinkfarbenen Pulli, ein kurzes Röckchen und einer «Kathrin» mit «C».

Die Schneedecke war geschlossen am Samstagabend in Beatenberg. Es war stellenweise glatt, und noch immer schneite es sachte. Das hielt die Gäste des Turnvereins Beatenberg aber nicht davon ab, sich bei der neuesten Komödie zu amüsieren, die der Turnverein im Kongress-Saal auf die Bühne brachte. Die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt.

Das Publikum weiss halt, was es hat an der schauspielernden Truppe des Turnvereins. Schon seit 1978 führen die Mitglieder jährlich Lustspiele und komödiantische Stücke auf. Zum vierten Mal in Folge ist Beni Gafner der Regisseur: «Heuer stehen zehn Schauspieler auf der Bühne, alles Beatenberger.» Der Älteste ist 54, die Jüngste 20 Jahre alt.

Beni Gafner sah sich das Stück ganz entspannt vom Saal aus an. Obwohl er das Stück als Regisseur natürlich in- und auswendig kennt, musste auch er immer wieder herzhaft lachen.

«Diamante im Stroh» heisst die Komödie in drei Akten von Claudia Gysel. Es geht dort um eine tapfere, junge Frau, Barbara Mosimann, die ihren Mann verloren hat, und seither versucht, den Hof alleine weiter zu führen. Einen neuen Partner zu finden – dazu hat sie keine Zeit. Mit Philipp, dem Dorfpolizisten könnte sie sich eine zweite Ehe vorstellen, und er auch. Allerdings: Beide sind schrecklich schüchtern.

Anders Pfarrer Biedermann. Auch er hat ein Auge auf Barbara geworfen. Nichts für Barbara, was allerdings Nachbarin Line, die als Kupplerin kräftig für die Liaison arbeitet, nicht einsehen mag. Finanziell sieht es auch nicht gut aus auf dem Hof Mosimann. Die Touristenattraktion «Schlafen im Stroh» soll Abhilfe und eine neue Einnahmequelle verschaffen. Einer der ersten Gäste: Catherine, reich, verwöhnt, mit einem besonderen Pullover, der aber wohl einen höheren Intelligenzquotienten hat als sie.

Sie wird im Stroh einquartiert, zusammen mit zwei Männern. Dennoch ist keine Gefahr in Verzug, denn die beiden sind ein Paar und haben keinen Blick für kurze Röckchen. Was sie dagegen nicht aus den Augen verlieren, ist ein Säckchen mit den wertvollen Steinen, die dem Stück den Titel gegeben haben. Eines steht fest: Die beiden Gauner sind nicht die rechtmässigen Besitzer …

Die Schwiegereltern von Barbara sind auch keine echte Hilfe; ihre «Flirtschule» kommt bei dem jungen Mann nicht wirklich an.

Anschliessend Tanz und Glücksspiel

Nach dem grossen Applaus und dem letzten Vorhang ging man noch nicht nach Hause. Tanz mit dem Schwyzerörgeliduo Märcel & Mättel aus Habkern, Glücksspiel und Barbetrieb waren noch angesagt. Am kommenden Freitag kann man an einer Tombola sein Glück versuchen. Und am Samstag gibt es wieder Tanz, diesmal mit dem «Adler», einem Alleinunterhalter aus Österreich.

Fest in der Hand der Familie Gafner war die Bar, an der man sich nach der Aufführung noch über das Stück unterhalten konnte (vlnr): Mario, Franz und Roland Gafner. Die Drei haben auch beim Kulissenbau mitgeholfen.

 BEATENBERG  22. NOVEMBER 2013

Wohnhaus bei Brand zerstört

Schon wieder liegt ein Haus in Schutt und Asche. Am 17. November brannte ein Gebäude in Innertkirchen, jetzt hatten die Feuerwehrleute im Sahli die Flammen zu bekämpfen. Verletzt wurde niemand.
Rund 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
 Die Meldung zum Brand ging bei der Kantonspolizei Bern am Freitag, 22. November, um 16.10 Uhr ein. Wie vor Ort festgestellt werden musste, hatte sich das Feuer im Wohnhaus im Sahli bereits ausgebreitet. In der Folge nahmen die Feuerwehren Beatenberg und Bödeli die Löscharbeiten auf. Insgesamt standen zur Bekämpfung des Brandes rund 60 Feuerwehrleute im Einsatz.

Verletzt wurde gemäss aktuellen Erkenntnissen niemand. Zwei Personen, welche sich im Haus befunden hatten, konnten dieses rechtzeitig verlassen. Ein Ambulanzteam brachte die beiden Bewohner zur Kontrolle ins Spital. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden, das Haus wurde durch das Feuer aber komplett zerstört.

BEATENBERG  20. NOVEMBER 2013

Kamin ist Ursache für Hausbrand

Viele Änderungen im Kirchgemeinderat: Neu machen Katharina Thomann, Nelly Seiler und Denise Suter mit. Auch das Präsidium ist neu besetzt.

An der Versammlung der Kirchgemeinde Beatenberg haben 28 Stimmberechtigte den Finanzplan 2014–2018 zur Kenntnis genommen und das Budget für 2014 genehmigt. Der Voranschlag sieht bei Einnahmen von 259’200 Franken und Ausgaben von 266’850 Franken einen Ausgabenüberschuss von 7650 Franken vor. Elisabeth Wyssen tritt nach mehr als 30 Jahren, davon 17 Jahre als Präsidentin, von ihrem Amt zurück. Brigitte Gosteli tritt nach sechs Jahren und Kurt Grossniklaus nach zehn Jahren Tätigkeit im Kirchgemeinderat zurück. Neu in den Kirchgemeinderat gewählt werden Katharina Thomann, Nelly Seiler und Denise Suter. Das Präsidium übernimmt Rudolf Schatzmann.

Boss anstelle von Grossniklaus

Die bisherigen Mitglieder des Kirchgemeinderates, Marianne Sieber, Hans Gafner und Willy Stettler wurden wiedergewählt. In der Rechnungsprüfungskommission wird Anna Zimmermann als Revisorin wiedergewählt. Als Ersatz für den nach zwölf Jahren zurücktretenden Revisor Christian Grossniklaus amtet neu Sandra Boss. Pfarrer Lukas Stettler ist seit zehn Jahren inBeatenberg im Amt. Seine umsichtige Seelsorge wird geschätzt und verdankt.

BEATENBERG   28. OKTOBER 2013

Neue Fotovoltaikanlage auf dem Niederhorn

Swisscom Broadcast nahm eine neue Fotovoltaikanlage auf ihrem Standort Niederhorn in Betrieb. Die Solaranlage erzeugt so viel Strom wie 20 durchschnittliche Wohnungen in der Schweiz verbrauchen. Swisscom betreibt damit insgesamt vier Fotovoltaikanlagen auf Sendestandorten und deckt bereits heute den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien.

Auf dem Sendestandort Niederhorn nahm Swisscom Broadcast am Donnerstag, 24. Oktober, ihre vierte Fotovoltaikanlage auf einer Radio- und Fernsehstation in Betrieb. Für die Anlage wurden auf dem 603 Quadratmeter grossen Flachdach des Betriebsgebäudes insgesamt 208 Fotovoltaik-Module montiert, was einer Nutzfläche von 338 Quadratmeter entspricht. Die Jahresproduktion dieser Anlage wird auf rund 76’000 Kilowattstunden geschätzt. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 20 Wohnungen in der Schweiz. Der gewonnene Solarstrom wird direkt ins Netz der Bernischen Kraftwerke BKW eingespeist. Um die Sonneneinstrahlung optimal nutzen zu können, ist die Anlage auf einer 22 Tonnen schweren Stahlkonstruktion in einem Winkel von 55 Grad errichtet. Damit wird die effiziente Sonnenbestrahlung auch im Winter gewährleistet und der Schnee kann gut von den Solar-Modulen abgleiten.

Mit überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden ist das Niederhorn der ideale Standort für die neue Fotovoltaikanlage. So liegt der Sonneneinstrahlungswert auf dem Niederhorn bei rund 1252 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr, was zirka 12 Prozent über dem schweizerischen Durchschnitt liegt. Insgesamt betreibt Swisscom nun vier Fotovoltaikanlagen auf Sendestandorten. Mit der neuen Anlage auf dem Niederhorn stellt das Unternehmen seine konsequente Ausrichtung und Verpflichtung zum nachhaltigen Handeln erneut unter Beweis. So deckt Swisscom bereits seit 2010 den ganzen Strombedarf mit erneuerbaren Energien und ist gleichzeitig die grösste Bezügerin von Wind- und Sonnenstrom in der Schweiz.

BEATENBERG  25. OKTOBER 2013

Die neue Miss Beatenberg heisst Kenia

Bei schönem Herbstwetter fand die 25. Miss-Beatenberg-Wahl statt. Mit einem Vorsprung konnte die Kuh Kenia von der Familie Ueli und Erika Schmocker den Titel entgegennehmen.
Die Kuh Kenia von der Familie Ueli und Erika Schmocker wurde zur Miss Beatenberg erkoren.

Eine Woche vor dem Anlass lagen auf dem Wydi-Parkplatz einige Zentimeter Neuschnee. Kaum zu glauben, dass es sieben Tage später so schönes Herbstwetter gab. Trotz etwas kühleren Temperaturen am Morgen fanden sich auch dieses Jahr zahlreiche gespannte Zuschauer auf dem Parkplatz Wydi ein, um ihrer Favoritin die Stimme abzugeben. Nicht zu vergessen sind natürlich die Wichtigsten des Tages, die Kühe. Am Morgen mussten sie sich den Blicken und professionellen Beurteilungen der Experten stellen.

Die Kinder machten nach dem Mittag die Eröffnung zum offiziellen Teil und präsentierten stolz ihre Kälber im Ring. Im Anschluss an die Präsentation der Kälber ging es weiter mit den offiziellen Wertungen und den entsprechenden Auszeichnungen. Der Titel Miss Schöneuter ging an Amora von der Familie Ueli und Erika Schmocker und der Titel Miss Protein an Flurina von der Familie Hansueli und Andrea Aebersold. Der Höhepunkt des Anlasses war die Miss-Beatenberg-Wahl. Jeder Bauer durfte eine Kuh im Ring präsentieren. Anschliessend lag die Qual der Wahl bei den Zuschauern.

Acht Stimmen Vorsprung

Insgesamt gaben über 200 Personen ihre Stimme ab. Mit einem Vorsprung von acht Stimmen gewann die Kuh Kenia von der Familie Ueli und Erika Schmocker. Die stolzen Besitzer der Kuh freuten sich sehr über diese Auszeichnung und über die von Beatenberg Tourismus gespendete Trychel. Auf Platz 2 lag mit 48 Stimmen Mandala von der Familie Hansueli und Andrea Aebersold und auf dem 3. Rang mit 37 Stimmen Palme von den Gebrüdern Jaun.

 

Als krönender Abschluss wurde aus allen eingegangenen Stimmzetteln ein Gewinner ausgelost. Mit grosser Freude nahm Hans Heiniger aus Beatenberg den Laib Käse, welcher von den Vorjahresgewinnern Hans und Käthi von Allmen gespendet wurde, entgegen. Wieder geht ein gelungener und schöner Tag an der Herbstviehschau in die Geschichte ein.