Beatenberg in der Presse 2017

BEATENBERG 9. MAI 2017 aus der Jungfrauzeitung vom 9.5.2017

«Livia ist ein Schätzeli»

Die Freude im Stall von Andrea und Hansueli Aebersold ist riesengross. Ihre viereinhalbjährige Simmentaler Kuh trägt neuerdings den Titel Miss BEA.
von Nora Devenish
Andrea und Hanuseli Aebersold feiern mit ihren Kindern Simon, Toni, Lea und Julia (vlnr) die neue Miss BEA Livia.

Andrea und Hanuseli Aebersold feiern mit ihren Kindern Simon, Toni, Lea und Julia (vlnr) die neue Miss BEA Livia.Foto: Hansueli und Andrea Aebersold

Gemütlich stehen Andrea und Hansueli Aebersolds 14 Kühe im Stall. Für die Laiin gleicht ein Tier dem anderen, und doch sticht eine Kuh aus der Herde heraus. Livia dreht den Kopf und klimpert mit ihren langen geschwungenen Wimpern sogleich in die Kamera. Die frischgekürte Miss BEA scheut kein Rampenlicht. Besitzer Hansueli Aebersold lacht: «Starallüren hat sie noch keine. Bei uns wird jedes Tier gleich behandelt. Aber Livia ist schon etwas Besonderes.» Für den Beatenberger erfüllte sich vergangenen Freitag an der BEA ein langgehegter Bubentraum. Für die Juroren kam Livia dem Zuchtziel über alle Rassen am Nächsten und setzte sich an der Bernischen Eliteschau gegen ihre 124 Mitkonkurrentinnen durch. Andrea und Hansueli Aebersold strahlen noch immer bis über beide Ohren: «Wer hätte gedacht, dass unsere Livia die Bernische Eliteschau gewinnen würde? Das ist unbeschreiblich. Für einen Bauern ist das vergleichbar mit dem Schwingerkönigstitel!»

Hansueli und Andrea Aebersold feiern Livias Sieg zur Miss BEA 2017.Quelle: Youtube/Bernexpo
Miss BEA 2017 Livia erhält in Aebersolds Stall trotz mehrfacher Missentitel keine Spezialbehandlung.

Miss BEA 2017 Livia erhält in Aebersolds Stall trotz mehrfacher Missentitel keine Spezialbehandlung.Fotos: Nora Devenish
Der Bauer und sein Schätzeli. Stolz präsentiert Hansueli Aebersold seine Livia.

Der Bauer und sein Schätzeli. Stolz präsentiert Hansueli Aebersold seine Livia.
Ihr Ausdruck und ihre Statur macht die neue Miss BEA Livia zur Elitekuh.

Ihr Ausdruck und ihre Statur macht die neue Miss BEA Livia zur Elitekuh.

Nahezu perfekt

Hansueli Aebersold kaufte Livias Mutter, als diese mit ihr trächtig war. Damals wusste er noch wenig von seinem Glück. «Doch kaum war sie auf der Welt, merkten wir, dass sie etwas Besonderes ist. Bereits als Kalb war sie sehr zugänglich. Livia ist ein Schätzeli», so der 38-Jährige. Livia ist sich Auszeichnungen gewöhnt. Die viereinhalbjährige Simmentaler Kuh gewann bereits an zehn Misswahlen. Grundsätzlich ist man sich einig, dass Livia einen besonderen Ausdruck hat. Ihr Körperbau ist nahezu perfekt. Der Miss Bea und ihrem Besitzer winken jeweils eine Schleife, ein Stuhl und lebenslang Ruhm und Ehre. «Die Nervosität vor der Schau lässt trotz Erfolgen nie nach. Die ganze Familie fiebert jeweils mit», meint Andrea Aebersold. Sie und ihr Hansueli bauern für ihr Leben gern, die Kuhzucht ist ihre Leidenschaft. Vor 14 Jahren zog es die beiden aus Fahrni nach Beatenberg. Heute bewirtschaften sie dort rund 22 Hektaren Land. Im Sommer geht es jeweils auf die Alp. Aebersolds bezeichnen sich als einfache Bergler. Mit dieser Einstellung führen sie auch ihren Betrieb. «Wir geben dem Trend der Hochleistungszucht bewusst Gegensteuer. Das Wohl des Tiers ist im Vordergrund. Die Natur darf in unserem Stall noch walten, und das ist gut so», so Hansueli Aebersold.

Nicht zum Verkauf

Nach Livias erstem Titel vor zwei Jahren meinte Hansuelis Bruder zu ihm: «Diese Kuh wird euer Leben prägen.» Er sollte Recht behalten. Für die Familie Aebersold ist es wunderschön zu erleben, wie sich rundum alle mit ihnen und für sie über Livias Sieg freuen. «Das Telefon klingelt ununterbrochen. Wir sind überwältigt.» Bereits nach Livias ersten Erfolgen kamen etliche potenzielle Käufer im Stall vorbei. «Heute sind wir froh, dass wir die Angebote damals ausgeschlagen haben», sagt Hansueli Aebersold. Seit Livias Sieg an der Bernischen Eliteschau vergangenen Freitag hat sich sein Entschluss, seine Kuh bis zum letzten Atemzug im eigenen Stall als Zuchtkuh zu halten, noch mehr gefestigt. Dies auch sehr zur Freude von Ehefrau Andrea und den vier Kindern Simon, Toni, Lea und Julia. Denn Livia ist der ganzen Familie ans Herz gewachsen: «Livia ist ein wahr gewordener Traum. Sie bereitet uns jeden Tag Freude – ein Charakter wie Gold.»

BEATENBERG 7. MAI 2017 aus der Jungfrauzeitung

Abnabelung von Sundlauenen wird nicht befürwortet

Bei der Vereinsversammlung der Tourismusorganisation drehte es sich nicht nur um Zahlen und das vergangene Geschäftsjahr, sondern auch um einen Ortswechsel. Zudem ging der Innovationspreis an eine Eiskönigin und ein multifunktionaler Platz soll für Leben im Dorf sorgen.
von Lia Näpflin

Im Gasthaus Riedboden präsentierte Beatenberg Tourismus am Freitagabend das Geschäftsjahr 2016. 34 Mitglieder und 22 Gäste verfolgten die Versammlung mit.

Im Gasthaus Riedboden präsentierte Beatenberg Tourismus am Freitagabend das Geschäftsjahr 2016. 34 Mitglieder und 22 Gäste verfolgten die Versammlung mit.Fotos: Lia Näpflin

Im Vergleich zu anderen Tourismusdestinationen im Berner Oberland, verzeichnet Beatenberg ein Plus bei den Logiernächten. Im Jahr 2015 waren es 176’736

Personen die das Angebot nutzen in einem Hotel, einer Ferienwohnung, in Gruppenunterkünften oder auf dem Camping zu übernachten. 2016 waren es bereits 190’272 Personen. Herausstechend ist der Zuwachs in der Hotellerie mit rund 8,5 Prozent mehr Übernachtungen, sowie das Plus beim Campieren von gut 25 Prozent. Beatenberg konnte neue und moderne Ferienwohnungen realisieren. «Das ist ein beliebtes Angebot», sagt Thomas Tschopp, Geschäftsführer von Beatenberg Tourismus. Tschopp erklärt sich den Zuwachs durch das wachsende Interesse an der Natur. «Die Ruhe wird wieder gesucht. Der Gast will sich fernab von Lärm und Stress erholen können».

Multifunktional für mehr Leben

Es wurde ein Verlust von rund 633’000 Franken im Geschäftsjahr 2016 verzeichnet. Dies bedeutet eine Distanz von Minus 1280 Franken zu 2015. In der Bilanz im Vergleich zum Vorjahr, gibt es eine Abweichung von rund 50’000 Franken. Dies auf Grund eines Darlehens der Gemeinde für einen Grundstückkauf des Tennisplatzes.

Mit diesen Platten wird der neue multifunktionale Platz ausgelegt. Der Vorteil an diesem Untergrund: man kann darauf Sport treiben und dennoch eine Festhütte platzieren.

Mit diesen Platten wird der neue multifunktionale Platz ausgelegt. Der Vorteil an diesem Untergrund: man kann darauf Sport treiben und dennoch eine Festhütte platzieren.

Der Tennisplatz hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Attraktivität verloren. Das Angebot realisierte lediglich 280 Franken Umsatz. Das neue Eigentum von Beatenberg Tourismus soll im Juli in einen multifunktionaler Platz umgestaltet werden. Der Platz wird von einem Netz umrundet sein und mit Verbundsteinen ausgelegt. Der Vorteil an diesem Untergrund: man kann darauf Sport treiben und dennoch eine Festhütte platzieren. «Es wird kein Eintritt verlangt für die Nutzung. Die Türen stehen für jedermann offen», versichert Tschopp.

Preis für die Eiskönigin

Jedes Jahr vergibt Beatenberg Tourismus den Innovationspreis. Heuer ging er an Karin Gafner. Die Beatenbergerin sorgte in der Schneearmenzeit im Dezember für Winterfreude im Dorf. Eines Nachmittags rief sie Verena Moser an, die Co-Präsidentin von Beatenberg Tourismus. Locker fragte sie, ob die Organisation 20’000 Franken auf der Seite habe.

Verena Moser, Co-Präsidentin von Beatenberg Tourismus (links) und Geschäftsführer des Vereins, Thomas Tschopp, übergeben den Innovationspreis an Karin Gafner.

Verena Moser, Co-Präsidentin von Beatenberg Tourismus (links) und Geschäftsführer des Vereins, Thomas Tschopp, übergeben den Innovationspreis an Karin Gafner.

Nach der negativen Rückmeldung sammelte Gafner den Betrag alleine im Dorf zusammen und realisierte das Projekt «Glice». Ende Dezember wurde die Kunsteisbahn auf dem Areal hinter dem Tourist Center eröffnet. Durch die Schlittschuhvermietung vor Ort, wurde das Angebot zu einem vollen Erfolg. Die Freude am Projekt war so gross, dass Beatenberg Tourismus die Konstruktion gekauft hat, um das Schlittschuhlaufen auch im kommenden Jahr wieder anbieten zu können.

Wohin gehört das Dorf am See?

Für Aufruhr in der Versammlung sorgte das Thema der Abnabelung von Sundlauenen nach Unterseen. Das Dorf welches zur Gemeinde Beatenberg gehört und am Thunersee angesiedelt ist, möchte einen Ortswechsel vollziehen. Daraufhin wurde der Verein Beatenberg Tourismus zu einer Vernehmlassung eingeladen. Der Vorstand hat sich während zwei Sitzungen mit dem Traktandum befasst. Einstimmig wurde beschlossen, den Ortswechsel nicht zu unterstützen. Auch die Versammlung bestätigte mit 25 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und elf Enthaltungen den Entscheid der Tourismusorganisation.

Die Versammlung stimmt mit einer Mehrheit gegen den Wechsel von Sundlauenen zur Gemeinde Unterseen.

Die Versammlung stimmt mit einer Mehrheit gegen den Wechsel von Sundlauenen zur Gemeinde Unterseen.

Durch Touristische-Augen habe dieser Beschluss verschiedene Gründe, wie Moser mitteilte. «Aus Historischer Sicht, gehört Sundlauenen zu Beatenberg». Teil davon sind die Beatus-Sagen wie auch die Beatushöhlen. Die Wohnlage am See steigert die Attraktivität der Gemeinde zusätzlich. Abschliessend fragt sich der Vorstand von Beatenberg Tourismus, warum sich eine Gemeinde freiwillig schwächen soll. Diese Aussage sorgte für Applaus in der Versammlung.

BEATENBERG 2. APRIL 2017 (Jungfrauzeitung vom 2. April 2017)

Keine Einsprachen gegen Rohrleitung

Der Gemeinderat hat die Ergebnisse seiner neuesten Sitzung bekanntgegeben. Darunter sind auch Entscheidungen hinsichtlich des Gastspiels eines Zirkus sowie der Aufhebung einer Abwasserreinigungsanlage.

Die ARA Interlaken wird künftig auch das Wasser der ehemaligen Anlage Wang reinigen. Gegen ein entsprechendes Baugesuch für eine Rohrleitung ging bei der Gemeinde Beatenberg keine Einsprache ein.

Die ARA Interlaken wird künftig auch das Wasser der ehemaligen Anlage Wang reinigen. Gegen ein entsprechendes Baugesuch für eine Rohrleitung ging bei der Gemeinde Beatenberg keine Einsprache ein.Foto: Christoph Buchs

An seiner vergangenen Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat Beatenberg unter anderem mit dem Gastspiel des Circus Olympia GO. Dieser fragte um eine Gastspielbewilligung für die zweite Hälfte Juli 2018 auf dem Parkplatz Waldegg an. Der Gemeinderat steht dem Gesuch positiv gegenüber und erteilte die Bewilligung mit dem Vorbehalt, dass auch das Gastspiel vom Juli 2017 wieder ordentlich abläuft. Der Gemeinderat erteilte ausserdem die Bewilligung für die Benützung des Parkplatzes Waldegg mit Infrastruktur für das Henschel-Treffen vom 30. Juni bis 2. Juli.

Erneuerung des Nachführungsvertrages

Der Auftrag zur Nachführung der amtlichen Vermessung muss gemäss Verordnung über die amtliche Vermessung öffentlich ausgeschrieben werden. Den Gemeinden obliegt jeweils diese Ausschreibung. Die Verträge laufen nach vier Jahren nun Ende 2017 aus und müssen daher erneuert werden. Neu wird der Vertrag auf eine Dauer von acht Jahren (2018 bis 2025) abgeschlossen. Der Gemeinderat hat die öffentliche Ausschreibung des Nachführungsmandates der amtlichen Vermessung genehmigt.

Anschluss an ARA Interlaken

Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Wang entspricht nicht mehr den heutigen Gewässerschutzvorgaben und soll gemäss Planung aufgehoben werden. Das Abwasser soll künftig mittels einer 3,2 Kilometer langen Rohrleitung bis zur Abwasserleitung Waldegg geführt werden. Von diesem Punkt fliesst das Schmutzwasser durch die bestehende Röhre in die ARA Interlaken. Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 3. Juni 2016 wurde das Projekt zur Aufhebung ARA Wang und Anschluss an ARA Interlaken sowie der dazugehörige Bruttokredit von 2’215’000 Franken genehmigt. Die Überbauungsordnung Aufhebung ARA Wang mit Anschluss an ARA Interlaken lag unterdessen öffentlich bei den Gemeinden Beatenberg und Unterseen auf. Es sind dazu keine Einsprachen eingegangen. Der Gemeinderat hat die Überbauungsordnung Aufhebung ARA Wang mit Anschluss an ARA Interlaken genehmigt. Die UeO wird nun der Leitbehörde, Amt für Wasser und Abfall, eingereicht, damit sie den Gesamtentscheid fassen können.

Leistungsvertrag mit Polizei

Nach Polizeigesetzgebung hat die Gemeinde Beatenberg unentgeltlich jährlich bis 30 Interventionen der Kantonspolizei Bern zugut. Nachdem im Jahr 2015 und 2016 die Interventionen darüber lagen, ist die Kantonspolizei nun berechtigt, die Interventionen ab 2017, die über 30 liegen, der Gemeinde zu verrechnen. Es kann aber auch ein Leistungseinkaufsvertrag abgeschlossen werden, um damit die sehr gute Zusammenarbeit zu festigen. Die Gemeinde muss mit jährlichen Kosten von höchstens 1191 Franken rechnen. Wenn das revidierte Polizeigesetz (neu jährliche Pauschale) in Kraft tritt, wird auch der Leistungseinkaufsvertrag wieder hinfällig. Der Gemeinderat hat den Leistungseinkaufsvertrag bezüglich der Erbringung von Leistungen der Sicherheits- und Verkehrspolizei sowie der Amts- und Vollzugshilfe durch die Kantonspolizei Bern (Interventionsleistungen) rückwirkend auf den 1. Januar 2017 genehmigt.

Ergebnis Herbstsammlung

Im Namen des Gemeinderates, Kirchgemeinderates und des Frauenvereins Beatenberg wurde im vergangenen September 2016 zugunsten der Pro Senectute die Herbstsammlung durchgeführt. Insgesamt wurde ein Betrag von 1755 Franken (Vorjahr 1595 Franken) einbezahlt.

Aktion «Schutzengel»

Die Aktion «Schutzengel» dient dazu, die jüngsten Gemeindemitglieder zu schützen. Die Gebäudeversicherung Bern schenkt jedem Neugeborenen der Gemeinde einen Rauchmelder. Die Eltern werden nach der Geburt ihres Kindes durch die Einwohnerkontrolle für die Vervollständigung der Daten angeschrieben. Gleichzeitig wird angefragt, ob ihre Adressdaten und der Name des Kindes auf der Online-Bestellplattform der Stiftung Transfair eingegeben werden dürfen, damit der Rauchmelder direkt zugestellt werden kann. Die Adressdaten werden nach der Beendigung der Aktion durch die Stiftung Transfair wieder gelöscht.

Defibrillator entwendet

Unbekannte haben den gemeindeeigenen Defibrillator beim Pavillon Parkplatz Waldegg entwendet. Die Gemeinde bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 033 841 81 21 oder unter gemeindeverwaltung@beatenberg.ch.

UNTERSEEN 16. MÄRZ 2017 aus der jungfrauzeitung vom 16.3.2017

Grosser Aufwand für den Wechsel eines kleinen Ortsteils

Sundlauenen möchte von Beatenberg zu Unterseen wechseln. Eine Arbeitsgruppe hat die dafür notwendigen Schritte rechtlich abgeklärt. Nun liegt der Bericht zur öffentlichen Mitwirkung auf.
von Beat Kohler

Das am Thunersee gelegene Sundlauenen will nicht mehr zu Beatenberg, sondern zu Unterseen gehören. Einer der Knackpunkte dabei ist die Finanzierung der aktuell laufenden Verbauung des Sundgrabens.

Das am Thunersee gelegene Sundlauenen will nicht mehr zu Beatenberg, sondern zu Unterseen gehören. Einer der Knackpunkte dabei ist die Finanzierung der aktuell laufenden Verbauung des Sundgrabens.Fotos: Beat Kohler

Ab sofort kann die Bevölkerung der Gemeinden Unterseen und Beatenberg die von der Arbeitsgruppe Sundlauenen erarbeiteten Grundlagen für den Gemeindewechsel dieses Ortsteils einsehen. «Bis Ende Mai können Mitwirkungseingaben eingereicht werden», erklärte der Präsident der Arbeitsgruppe Sundlauenen, Alt-Regierungsstatthalter Walter Dietrich, an der Informationsveranstaltung am Mittwochabend in der Aula des Steindlerschulhauses. Danach wird die Vernehmlassung ausgewertet, und bis im September werden die beiden Gemeinderäte entsprechende Anträge an ihre Stimmbevölkerung formulieren.

«Für einen solchen Ortsteilwechsel gibt es keine Erfahrungswerte», erklärte der Präsident der Arbeitsgruppe Sundlauenen, Alt-Regierungsstatthalter Walter Dietrich.

«Für einen solchen Ortsteilwechsel gibt es keine Erfahrungswerte», erklärte der Präsident der Arbeitsgruppe Sundlauenen, Alt-Regierungsstatthalter Walter Dietrich.
Alle müssen Ja sagen

«Nur wenn sowohl der Ortsteil Sundlauenen als auch die ganze Gemeinde Beatenberg und die Gemeinde Unterseen dem Wechsel zustimmen, kann er auch vollzogen werden», erklärte Rechtsanwalt Daniel Arn, Verband Bernischer Gemeinden, der der Arbeitsgruppe beratend zur Seite gestanden war. «Der Gemeinderat Unterseen beabsichtigte zu keinem Zeitpunkt, Beatenberg Gelände oder Einwohner abspenstig zu machen», machte der Unterseener Gemeindepräsident Jürgen Ritschard gleich zu Beginn der Veranstaltung klar. Die Verhandlungen seien auf Anfrage der Gemeinde Beatenberg zustande gekommen. Dabei hat man die geplante neue Grenze aufgrund einer Umfrage unter den Bewohnern von Sundlauenen festgelegt, wie der Beatenberger Gemeindepräsident Christian Grossniklaus ausführte. Insgesamt würden 88 Bewohner und eine Fläche von 48 Hektaren die Gemeinde wechseln. Unterseen werde nur einen Beschluss für einen Ortsteilwechsel fällen, wenn Beatenberg diesem schon zugestimmt habe, so Ritschard. In Beatenberg wird man am 26. November an der Urne über die Vorlage abstimmen. Dass dies zwingend an der Urne geschehen wird, hat Beatenberg bereits letztes Jahr an der Gemeindeversammlung beschlossen. «So ist es einfacher möglich, geteilte Mehrheiten für Sundlauenen und die ganze Gemeinde zu ermitteln», erklärte Dietrich einen Grund dafür. Nur wenn ein doppeltes Ja resultiert, stimmt Unterseen an der Gemeindeversammlung am 4. Dezember ab.

Kein Streit

Dass Sundlauenen lieber zu Unterseen gehören möchte als zu Beatenberg, ist keine neue Entwicklung. «Der Grund dafür ist nicht Streit», sagte der Präsident des Ortsvereins Sundlauenen, Walter Bärtschi. Es sei eher mangelndes gegenseitiges Interesse. Seit langem hätten die Sundlauener ihr Leben nach Unterseen ausgerichtet. Ein Blick auf die bisherigen Verhandlungen unterstreicht diese Aussagen. Bereits 1999 lancierten einige Sundlauener eine Initiative für einen Ortswechsel – gegen den Willen des Gemeinderates Beatenberg. Daraus resultierte schliesslich ein Vertrag, dass die Schulkinder aus Sundlauenen künftig nach Unterseen zu Schule gehen. 2013 lancierte der Ortsverein erneut den Ortswechsel. In einer Umfrage 2014 sprachen sich mehr als drei Viertel der Sundlauener für einen Wechsel aus. Daraufhin begannen die Gespräche zwischen den beiden Gemeinderäten, welche die Arbeitsgruppe einsetzten. Zumindest unter den 76 Anwesenden an der Infoveranstaltung in Unterseen war man mit den Ergebnissen deren Arbeit sehr zufrieden, was mehrere Votanten zum Ausdruck brachten.

Schwieriger Wasserbau

Die einzig kritische Anmerkung kam vom Präsidenten der Schwellenkorporation Unterseen Hans Peter Feuz. Bei einem Ortswechsel müsste die Schwellengemeinde automatisch die Verantwortung für die Gewässerverbauungen in Sundlauenen und damit auch die Restkosten für das laufende Projekt am Sundgraben von rund zwei Millionen Franken übernehmen. Es brauche noch Abklärungen zu diesen Kosten, führte Feuz aus: «Wir stehen finanziell vor einer Herausforderung.» Er äusserte auch gewisse Zweifel, dass im Oberlauf des Sundgrabens, der weiterhin bei der Schwellenkorporation Beatenberg bleiben würde, genügend Verbauungsmassnahmen getroffen würden. Dafür werde die Oberbehörde sorgen, versprach Strasseninspektor Bruno Burkhard.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben viel Zeit investiert (vlnr): Peter Beuggert, Gemeindeschreiber Unterseen, Heinz Moor, Sekretär, Präsident Walter Dietrich, Rechtsberater Daniel Arn, Christian Grossniklaus, Gemeindepräsident Beatenberg, und Jürgen Ritschard, Gemeindepräsident Unterseen.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben viel Zeit investiert (vlnr): Peter Beuggert, Gemeindeschreiber Unterseen, Heinz Moor, Sekretär, Präsident Walter Dietrich, Rechtsberater Daniel Arn, Christian Grossniklaus, Gemeindepräsident Beatenberg, und Jürgen Ritschard, Gemeindepräsident Unterseen.
Viel Arbeit

Tatsächlich waren die ganzen Arbeiten für den Wechsel schlussendlich umfangreicher, als am Anfang gedacht. «Für einen solchen Fall gibt es keine Erfahrungswerte wie bei einer Gemeindefusion», erklärte Dietrich. Viele rechtliche Fragen mussten geklärt werden. So müssten bei einem Gemeindewechsel sämtliche Verträge zwischen Beatenberg und Dritten einzeln auf Unterseen übertragen werden. Vorerst keine Änderung gäbe es für die Sundlauener bei der baurechtlichen Grundordnung, da ein entsprechendes Teilbaureglement direkt von Unterseen übernommen werden könnte. Dieses müsste bei der nächsten Ortsplanungsrevision allerdings angepasst werden. Innert fünf Jahren nach dem Ortswechsel müsste Unterseen auch den Schutzzonenplan für Sundlauenen anpassen. Für die Sundlauener würde sich ein Gemeindewechsel auch auf die amtliche Bewertung ihrer Liegenschaften und die Mietwerte auswirken.

«Bei einem Nein wären wir nach diesem grossen Aufwand nicht in fünf Jahren für eine weitere Abstimmung bereit. Für uns wäre der Ortswechsel dann definitiv vom Tisch», machte Jürgen Ritschard klar.

«Bei einem Nein wären wir nach diesem grossen Aufwand nicht in fünf Jahren für eine weitere Abstimmung bereit. Für uns wäre der Ortswechsel dann definitiv vom Tisch», machte Jürgen Ritschard klar.
Abgeltung geregelt

Natürlich würde Beatenberg seinen Besitz in Sundlauenen nicht gratis abtreten. Unterseen würde für die Bootsplätze, Liegenschaften, Strassen sowie Wasser- und Abwasserinfrastruktur ohne die Trinkwasserversorgung 450’000 Franken an Beatenberg bezahlen. Weiter übernähme Unterseen Kosten für das Trinkwassernetz und Mehrkosten der IBI, wenn sie die Trinkwasserversorgung in Sundlauenen übernehmen muss, in der Höhe von 388’000 Franken. Insgesamt würde Unterseen inklusive der Projektkosten total 994’000 Franken in den Gemeindewechsel des Ortsteils Sundlauenen investieren. Schon bisher hat sich Unterseen finanziell im Projekt stark engagiert. «Wir hätten das nicht stemmen können», bedankte sich Grossniklaus, der in der finanziellen Vereinbarung eher Vorteile für seine Gemeinde sieht. Doch auch Unterseen würde etwas gewinnen. Einerseits jährliche Steuererträge von 223’000 Franken und die Einnahmen der Bootsplätze von rund 22’000 Franken. Zudem könnten bei einem Ortswechsel in Sundlauenen künftig wieder Zweitwohungen gebaut werden, da Unterseen im Gegensatz zu Beatenberg die 20-Prozent-Hürde bei den Zweitwohnungen noch längst nicht überschritten hat. Trotzdem betonte Ritschard: «Diesen Aufwand betreiben wir nur einmal.» Sollte das Geschäft vom Stimmvolk in einem der drei befragten Gebiete abgelehnt werden, ist es für Unterseen definitiv vom Tisch.

Beatenberg 30. Januar 2017 aus der Jungfrauzeitung vom 31.1.2017

Eisfeld wird verkauft

Die Betreiber der Schlittschuhbahn «Beatenberg on Glice» wollen diese kaufen. Der Gemeinderat hat dem zugestimmt. Weiter zählt die Gemeinde sieben Einwohner weniger, während die Qualität des Trinkwassers gut ist.

Weniger Einwohner in Beatenberg: Im vergangenen Jahr sind vier Kinder zur Welt gekommen, während elf Gemeindemitglieder verstarben.

Weniger Einwohner in Beatenberg: Im vergangenen Jahr sind vier Kinder zur Welt gekommen, während elf Gemeindemitglieder verstarben.Foto: Irene Thali

Die Gemeinde Beatenberg verzeichnete im vergangenen Jahr einen Einwohnerrückgang von sieben Personen: Während vier Kinder zur Welt kamen, verstarben elf Einwohner. Der aktuelle Einwohnerstand beträgt 1297 Personen, Wochenaufenthalter und Wochenaufenthalterinnen seien miteingezählt. Zudem feiert Doris Schmocker als Angestellte Mehrzweckgebäude ein Dienstjubiläum, wie die Gemeinde mitteilt. Mit ihrer Tätigkeit seit Februar 2014 sowie von April 1991 bis März 2003 ist sie insgesamt 15 Jahre bei der Einwohnergemeinde angestellt. Der Gemeinderat danke ihr für den langjährigen Einsatz und wünsche Doris Schmocker weiterhin viel Befriedigung beim Ausüben ihrer Tätigkeit, wie es weiter heisst. Die Tageskarte der Gemeinde wurde im Jahr 2016 mit einer mittleren Auslastung von 83,70 Prozent rege genutzt. Dies sind über zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Vorstand des Gemeindeverbandes Altersheim Beatenberg und Habkern machte dem Gemeinderat Beatenberg und Habkern folgende Wahlvorschläge: Neu soll Samuel Sterchi aus Habkern als Ersatz für Lilian Zybach-Isenschmid aus Habkern in den Vorstand kommen. Weiter sollen die übrigen Vorstandsmitglieder für eine weitere Amtsdauer 2017 bis 2020 bestätigt werden. Der Gemeinderat hat dem Wahlvorschlag zugestimmt. Bernard Paas aus Beatenberg, der die Zahnarztpraxis des verstorbenen Hans Peter Ingold übernommen hat, wird auch sein Nachfolger als Schulzahnarzt. Ein entsprechender Auftrag sei abgeschlossen worden, wie es in der Mitteilung des Gemeinderates heisst. Weiter hat der Gemeinderat den definitiven Kaufvertrag der Arztpraxis Hälteli 400 C von Urs Dimmler genehmigt und unterzeichnet.

Auf private Initiative ist seit 30. Dezember 2016 hinter dem Tourismusbüro die synthetische Schlittschuhbahn «Beatenberg on Glice» in Betrieb. Die Betreiber von «Beatenberg on Glice» haben das synthetische Eisfeld gemietet. Der Gemeinderat hat beschlossen, einen Beitrag als Nachkredit von 3000 Franken an die Miete zu gewähren, so die Mitteilung. Die Betreiber würden beabsichtigen, die synthetische Schlittschuhbahn zu kaufen. Aus diesem Grund sei die Gemeinde für ein zinsloses Darlehen von 60’000 Franken angefragt worden. Der Gemeinderat hat den nötigen Kredit von 60’000 Franken mit dem Vorbehalt gesprochen, dass Beatenberg Tourismus die Hälfte des Kredits übernimmt und während zehn Jahren jährlich 3000 Franken an die Gemeinde zurückzahlt. Die Gemeinde selbst würde die andere Hälfte des Darlehens mit jährlich 3000 Franken während zehn Jahren abzahlen, wie es weiter heisst. Der Gemeinderat dankt in der Mitteilung zudem den privaten Personen für ihr Engagement, ein neues Angebot in Beatenberg zu realisieren.

Die Trinkwasserqualität der Gemeinde sei in Ordnung, so die Meldung: Alle chemischen und mikrobiologischen Trinkwasserproben im vergangenen Jahr lagen, soweit untersucht, innerhalb der gesetzlichen Vorschriften. Eine Informationsveranstaltung wegen der Gemeindeurnenabstimmung betreffend Ortsteilwechsel Sundlauenen von der Gemeinde Beatenberg zur Einwohnergemeinde Unterseen findet am 10. März statt. Nähere Angaben dazu würden folgen, wie der Gemeinderat mitteilt.

Beatenberg 28. Januar 2017 / aus derJungfrauzeitung vom 29.1.2017

Ausnahmebewilligungen benötigt

Für den Anschluss an die zentrale Abwasserreinigungsanlage werden Ausnahmebewilligungen vom Kanton benötigt.

Für den Anschluss an die zentrale Abwasserreinigungsanlage werden Ausnahmebewilligungen vom Kanton benötigt.Foto: Irene Thali

Im vergangenen Jahr entschied die Gemeinde Beatenberg die Aufhebung der ARA Wang und den Anschluss an die zentrale Abwasserreinigungsanlage (ARA) des Gemeindeverbandes Region Interlaken (diese Zeitung berichtete). Das Schmutzabwasser gelange via neuen und bestehenden Kanalisationen nach Sundlauenen, Unterseen und danach an die ARA Interlaken zur Reinigung, wie der Gemeinderat Beatenberg im Anzeiger Interlaken mitteilt. Aufgrund neuer Erkenntnisse seitens Naturschutz seien entsprechende Ausnahmebewilligungen nötig. Diese bedürfe es namentlich für Eingriffe in die Ufervegetation, für Eingriffe in Trockenstandorte von regionler Bedeutung sowie für Eingriffe in Hecken und Feldgehölze. Weiter werden Ausnahmebewilligungen für technische Eingriffe in Lebensräume geschützer Pflanzen sowie für technische Eingriffe in Lebensräume geschützer Tiere benötigt. Das Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern stelle diese Ausnahmebewilligungen in Aussicht, da das Verlegen der Abwasserleitung standortgebunden ist und die Eingriffe so minimal wie möglich gehalten würden, wie es weiter heisst.

Beatenberg 4. Januar 2017 / aus der Jungfrauzeitung vom 4.1.2017

Gesuch für Festival gestellt

In Beatenbeg soll im September ein Trance-Festival auf dem Camping Wang stattfinden.

In Beatenbeg soll im September ein Trance-Festival auf dem Camping Wang stattfinden.Foto: Irene Thali

In Beatenberg wurde ein Gesuch um eine gastgewerbliche Einzelbewilligung für das Festival Drachen-Schwanz-Stampf Mitte September auf dem Camping Wang gestellt, wie die Gemeinde mitteilt. Dabei handle es sich um ein Trance-Festival. Der Gemeinderat habe das Gesuch mit der Empfehlung zur Erteilung der gastgewerblichen Einzelbewilligung unter Bedingungen an das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli weitergeleitet, so die Mitteilung.


Aktuelles

BEATENBERG 29. SEPTEMBER 2015 aus der Jungfrauzeitung vom 29.9.2015

Bauernhaus brennt aus, Bewohner und Kühe gerettet

Am Montagabend gegen acht Uhr fing der Speicher eines Bauernhauses Feuer. Be- und Anwohner konnten die Tiere des brennenden Stalls in Sicherheit bringen. Die Feuerwehren Beatenberg und Bödeli waren mit 63 Personen und sechs Fahrzeugen im Einsatz.
von Nils Sager

Von aussen ist das Ausmass der Tragödie noch nicht zu erkennen. Das Haus ist innen jedoch fast vollständig ausgebrannt.

Von aussen ist das Ausmass der Tragödie noch nicht zu erkennen. Das Haus ist innen jedoch fast vollständig ausgebrannt.Fotos: Nils Sager

Es riecht nach verbranntem Holz. In der Küche flattern ein paar Familienfotos im kalten Wind. Ein angesenkter Stoffhase sitzt in der Ecke. Der Boden ist übersäht mit Asche, Dreck und Schutt, die Einrichtung grösstenteils unbrauchbar. Was noch zu retten war, steht nun draussen: Eine kleine Holzkommode, ein paar Spielsachen in einem Korb, Unterlagen und Klamotten konnten noch am Abend in ein Auto gebracht werden. Vom Stall ist nichts mehr übrig, der Dachstuhl ausgebrannt, der grösste Teil des Bauernhauses steht nur noch als leere Hülle. Drinnen sieht man angesenktes Plastik, verkohlte Holzbalken, geschmolzene Milchkannen.

Im Stall hat es sogar die Milchkannen zerschmolzen.

Im Stall hat es sogar die Milchkannen zerschmolzen.

Bis in die Küche schlugen die Flammen, brachten Fenster zum Bersten und zerstörten die Einrichtung.

Bis in die Küche schlugen die Flammen, brachten Fenster zum Bersten und zerstörten die Einrichtung.
Zwei Kälber gerettet

Am Montagabend gegen 19.45 Uhr entdeckte Bauer Brecht Grossniklaus den Brand in seinem Heuboden. «Als wir es gemerkt haben, hat es schon zum Speicher raus gebrannt», sagt er. In seinem Blick liegt etwas leeres: Das tiefe Unverständnis über die Geschehnisse der vergangenen Nacht. «Die Tiere konnten wir noch im letzten Moment retten. Die Krippe hat schon gebrannt», erzählt er. Seine sieben Kühe und zwei Kälber stehen nun leicht verängstigt, aber wohl auf, auf der Weide des Nachbarn. Sie werden nie wieder in den Stall des Bauernhauses im Riedboden in Beatenberg zurückkehren können. Traurig schauen sie nun zu, wie die Feuerwehr Beatenberg ihre Materialen der letzten Nacht zusammen räumt. Nachbarn und Freunde helfen Brecht Grossniklaus dabei, die wenigen übrig gebliebenen Habseligkeiten in Kisten zu sortieren. Er und seine Frau leben nun vorübergehend bei ihrem Sohn. Mittelfristig werden sie nach einem neuen Winterquartier suchen müssen.

Das Haus der Familie Grossniklaus ist unbewohnbar. Vorübergehend leben sie beim Sohn.

Das Haus der Familie Grossniklaus ist unbewohnbar. Vorübergehend leben sie beim Sohn.

Um die Brandherde zu bekämpfen und Glutnester auszuheben beförderte die Feuerwehr das Heu vom Speicher mit einem Krahn nach draussen.

Um die Brandherde zu bekämpfen und Glutnester auszuheben beförderte die Feuerwehr das Heu vom Speicher mit einem Krahn nach draussen.
Grosseinsatz der Feuerwehr

Noch sind diese Gedanken aber weit weg. «Den Käse habe ich in einem anderen Speicher untergebracht», sagt Grossniklaus in sein Telefon. Es geht um Geschäftliches. «Mein Haus ist abgebrannt», erklärt er dem Gesprächspartner. Um ihn herum rollt die Feuerwehr ihre Schläuche auf. Etwa zehn Minuten nachdem Familie Grossniklaus das Feuer entdeckte, war die Feuerwehr Beatenberg mit ihrem Tanklösch- und Atemschutzfahrzeug vor Ort. 38 Personen waren insgesamt im Einsatz, dazu nochmal einmal 25 Feuerwehrleute von der Feuerwehr Bödeli, die als Stützpunktfeuerwehr anrückte und zwei Tanklöschfahrzeuge, eine Autodrehleiter und ein Atemschutzfahrzeug aufbot. Einsatzleiter Bernhard Bühlmann von der Feuerwehr Beatenberg erklärte am Dienstagmorgen vor Ort, dass das Feuer gegen Mitternacht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Bis um drei Uhr in der Nacht räumten seine Männer anschliessend das Heu aus dem Speicher, um weitere Glutnäster zu minimieren.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Warum es zu dem Ausbruch des Feuers kam, ist bisher ungeklärt. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zur Brandursache sowie zur Höhe des Sachschadens aufgenommen. Klar ist nur, dass Brecht Grossniklaus und seine Frau fortan nicht mehr in ihrem Haus wohnen können. Auch ihre Rinder müssen weiter beim befreundeten Bauern unterkommen. Die Nachbarschaft hilft, wo sie kann. «Die Hauptsache ist, dass niemand zu Schaden gekommen ist», sagt Grossniklaus. Dann schweift sein Blick wieder ab. Der Schock wird ihm und seinen Kühen noch einige Tage in den Knochen stecken.

Auch die Kühe blicken traurig auf ihr zerstörtes Zuhause.

Auch die Kühe blicken traurig auf ihr zerstörtes Zuhause.

Die Feuerwehr Beatenberg rückte mit 38 Personen an, Stützpunktfeuerwehr Bödeli brachte zusätzlich 25 Männer zur Unterstützung.

Die Feuerwehr Beatenberg rückte mit 38 Personen an, Stützpunktfeuerwehr Bödeli brachte zusätzlich 25 Männer zur Unterstützung.

Bis drei Uhr in der Nacht waren die Feuerwehrleute im Einsatz. Am Dienstagmorgen räumten sie die Schläuchte auf, die während der Brandwache bereit lagen.

Bis drei Uhr in der Nacht waren die Feuerwehrleute im Einsatz. Am Dienstagmorgen räumten sie die Schläuchte auf, die während der Brandwache bereit lagen.

Wir freuen uns über Ihre Meinung, auch wenn Sie negativ sein sollte. Nur so könne wir uns verbessern. Nach dem Motto: „Wenn Sie zufrieden sind, sagen Sie es allen weiter. Wenn Sie nicht zufrieden sind, sagen Sie es uns.“

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